Manchmal fühlt man sich, als hätte man Anteile in sich, die gar nicht zu einem selbst gehören. Da ist der brutale Vater oder die gewalttätige Mutter in einem. Es ist mehr als eine Erinnerung: Die Mutter, die einen nicht beachtet hat, lebt in einem weiter. Es ist so, als würden Vater und Mutter in einem immer noch etwas machen können. Man behandelt sich selbst und andere so, wie Mutter und Vater es taten. Diese Teile will man nicht als Teile von sich selbst aufnehmen oder akzeptieren, weil sie einem als zu böse erscheinen. Man kann sie aber auch irgendwie nicht ausstoßen. Also entsteht der Gedanke: „Wenn ich mich umbringe, dann bringe ich auch den bösen Vater/die böse Mutter/das Fremde in mir um.“ (Text & Bild: Dunja Voos)
Quälend: die inneren Objekte
Es fühlt sich an, als hätte man tatsächlich Teile wie ein Stück Materie von Mutter und Vater in sich aufgenommen. Man hat zwar ihre Gene und man hat Mutters Nahrung angenommen, aber was jetzt quält, sind die Gefühle und Vorstellungen, die man aufgenommen hat und die sehr hartnäckig sind. Diese Gefühle und Vorstellungen können sich durch eine Psychoanalyse teilweise verändern.
Der Analytiker Peter Kutter schreibt in seinem Buch „Affekt und Körper: neue Akzente der Psychoanalyse“ (S. 149):
Peter Kutter
Affekt und Körper: neue Akzente in der Psychoanalyse
Vandenhoeck und Ruprecht 2001
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