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Buchtipp: Patient ohne Verfügung – Das Geschäft mit dem Lebensende

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patient_ohne_verfuegung_thoensAm Lebensende eines Menschen lässt sich in der Medizin noch viel Geld verdienen. Über dieses Dilemma berichtet der Anästhesist und Palliativmediziner Dr. med. Matthias Thöns in seinem Buch „Patient ohne Verfügung – Das Geschäft mit dem Lebensende“ (übertherapie.de). Er schreibt: „Konkret habe ich in den letzten 10 Tagen erlebt, dass eine Demenzerkrankte acht Monate künstlich gegen ihren Willen beatmet wurde. Ein Mann wurde ohne Notwendigkeit zum Herzkatheter genötigt und ein Greis mit Krebs musste noch 10 Tage vor seinem Tod eine unnötige Herzvorhofoperation über sich ergehen lassen.“ (Bild: Verlag Piper)

Geldverschwendung und unnötige Not

„Neben dem zusätzlichen Leid der Sterbenskranken, wird Geld verprasst. Übertherapie betrifft ca. 25% der Gesamtausgaben der Krankenkassen. Mittlerweile wird fast jeder zweite Euro ambulanter Pflegeleistungen für zumeist ungewollte ‚Apparatemedizin zuhause‘ ausgegeben. Längst ist das Problem beitragssatzrelevant. Diese Woche geht durch die Medien, dass sich der Zusatzbeitrag der Krankenkassen in den nächsten vier Jahren verdoppeln wird“, schreibt Matthias Thöns. Sein Buch erscheint am 1. September 2016 im Piper-Verlag.

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Links:

www.der-schlafdoktor.de
www.Palliativnetz-Witten.de
www.uebertherapie.de


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