Die Schematherapie gehört zur Dritten Welle der Verhaltenstherapie. Hier wird die Kindheit stark berücksichtigt. Schematherapeuten gehen davon aus, dass es „Lebensfallen“ (Schemata) gibt, die uns immer wieder behindern. Ein „Schema“ kann zum Beispiel Ängstlichkeit, Misstrauen oder Gehemmtheit sein. Die Ursache für diese Prägungen liegen aus Sicht der Schematherapeuten zumeist in der Kindheit. Die Schematherapie wird häufig bei der Borderline-Störung verordnet. Sie soll nicht bei Psychosen angewendet werden.
So sieht die Schematherapie aus
Zur Schematherapie gehören unter anderem diese Elemente: Warmherzigkeit des Therapeuten, flexible Termine, Imaginationsübungen, Selbstsicherheitstraining, Exposition, Kognitive Umstrukturierung sowie Psychoedukation. Die Schematherapie wird in drei Phasen eingeteilt: In der Anfangsphase findet die Diagnostik, Problem-Einschätzung und Edukation (Erklärungen zur Störung) statt. Die zweite Phase ist die „Phase der Veränderung“, in der an den Problemen gearbeitet wird. In der Schlussphase soll das Erlernte in den Alltag übertragen werden. Die Schematherapie kann mehrere Jahre dauern. Im Durchschnitt findet die Therapie zweimal pro Woche im Sitzen statt.
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