„Hör auf die Stimme, sie macht dich stark, sie will dass du’s schaffst, also hör was sie dir sagt“, singt Mark Forster. In uns gibt es tatsächlich eine Stimme, die uns in die richtige Richtung leitet – man nennt sie „Intuition“. Tiefen innen wissen wir, was wahr ist. So, wie es einen Tastsinn und Geruchssinn gibt, so gibt es auch einen „Intuitionssinn“. (Text & Bild: © Dunja Voos)
Tiefensensibilität und Intuition
Die Intuition lässt sich vielleicht mit der Tiefensensibilität vergleichen. „Tiefensensibilität“ heißt, dass wir auch mit geschlossenen Augen wissen, wie sich unser Körper zum Raum verhält, wo unsere Arme und Beine sind, wie unsere Füße auf dem Boden stehen, wie tief wir einatmen usw. Die Sinnesrezeptoren hierfür liegen in den Muskeln. Auch bei der Intuition kann man sich vorstellen, dass wir ein nach innen gerichtetes Wahrnehmungsorgan haben – so, wie die Augen die Außenwelt sehen und die Verbindung nach innen herstellen, so kann die Intuition die Innenwelt, das Bauchgefühl, wahrnehmen und dann die Verbindung nach außen herstellen, indem man so handelt, wie es einem die Intuition sagt.
Sich für eine Stimme entscheiden
Doch das ist nicht immer so einfach, denn oft haben wir viele Stimmen in uns. Gäbe es nur eine, wäre es ja gut – oder schlecht, je nachdem. Die Stimme, die manchmal zu uns spricht, will oft gerade nicht, dass wir es schaffen – zum Beispiel, weil wir uns schuldig fühlen und uns irgendwie selbst bestrafen wollen oder weil wir den Neid von Eltern und Geschwistern nicht auf uns ziehen wollen.
Doch dann, wenn wir ganz alleine sind, wenn wir auf dem Feld im Wind stehen, dann kann man sie wieder hören: die Stimme, die uns stark macht und will, dass wir’s schaffen.
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