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DPG – Deutsche Psychoanalytische Gesellschaft

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dpgDa kann man schon mal mit den Namen durcheinanderkommen: Die „Deutsche Psychoanalytische Gesellschaft“ (DPG) und die „Deutsche Psychoanalytische Vereinigung“ (DPV) sind zwei große psychoanalytische Verbände, die eine gemeinsame Geschichte haben. Der Psychoanalytiker Karl Abraham gründete 1908 einen Arbeitskreis, aus dem später die Deutsche Psychoanalytische Gesellschaft entstand. Zunächst aber hieß der Arbeitskreis „Berliner Psychoanalytische Vereinigung“ (BPV). (Text: © Dunja Voos, Bild: © Screenshot DPG)

Eckdaten

1910 wurde die Internationale Psychoanalytische Vereinigung (IPV) gegründet und die Berliner Psychoanalytische Vereinigung wurde hier Mitglied.
Im Jahr 1926 entstand der Name „Deutsche Psychoanalytische Gesellschaft“ (DPG).
1938 löste sich die DPG auf.
1945 gründete sich die DPG neu unter dem Namen „Berliner Psychoanalytische Gesellschaft“. Erst seit 1950 heißt sie wieder „Deutsche Psychoanalytische Gesellschaft“.
Die DPG gehört seit 2001 wieder zur Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung (IPV). Außerdem ist sie Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Psychoanalyse, Psychotherapie, Psychosomatik und Tiefenpsychologie (DGPT).

Zuerst gab’s die DPG, dann die DPV

Der Psychoanalytiker Carl Müller-Braunschweig trennte sich mit einer Gruppe von Analytikern von der DPG und gründete 1950 die Deutsche Psychoanalytische Vereinigung (DPV). 1951 wurde die DPV in die Internationale Psychoanalytische Vereinigung aufgenommen.

Ausbildung zum Psychoanalytiker

Sowohl bei der DPV als auch bei der DPG kann man sich zum Psychoanalytiker ausbilden lassen. Ein „großer“ Unterschied in der Ausbildung besteht in den Richtlinien der DPV und DPG: Während die DPV – genau wie die IPV auch – eine Lehranalyse von 4-mal pro Woche vorschreibt, reicht es in der DPG, wenn man 3-mal pro Woche zur Lehranalyse geht. Auch die Ausbildungsbehandlungen (also die Therapien, die man während der Ausbildung mit Patienten durchführt) sollen bei der DPV 4-mal pro Woche stattfinden. Wenn man sich aber gemäß den Richtlinien der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung (IPV) ausbilden lassen möchte, so kann man auch bei der DPG eine Lehranalyse mit einer Frequenz von 4-mal pro Woche absolvieren (siehe Ausbildungsordnung der DPG).

Institute der DPG
10557 Berlin: Institut für Psychoanalyse, Psychotherapie und Psychosomatik e.V. (IPB)
12207 Berlin: Psychoanalytisches Institut Berlin/Institut für Psychotherapie e.V
20146 Hamburg: Institut für Psychoanalyse und Psychotherapie Hamburg e.v.
30173 Hannover: Lehrinstitut für Psychoanalyse und Psychotherapie e.V. Hannover
34131 Kassel: Institut für Psychoanalyse und Psychotherapie Kassel e.V. (IPP-KS)
39104 Magdeburg: Institut für Psychoanalyse und Psychotherapie Magdeburg e.V.
57319 Bad Berleburg: Institut für Psychoanalyse und Psychotherapie Siegen-Wittgenstein e.V.
60325 Frankfurt/Main: Institut für Psychoanalyse Frankfurt (Main)
66111 Saarbrücken: Saarländisches Institut für Psychoanalyse und Psychotherapie
70178 Stuttgart: Institut für Psychoanalyse der DPG Stuttgart
79098 Freiburg: Institut für Psychoanalyse und Psychotherapie (IPPF)
90419 Nürnberg: Institut für Psychoanalyse Nürnberg-Regensburg

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Dieser Beitrag wurde erstmals veröffentlicht am 24.3.2013
Aktualisiert am 7.5.2016


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