Viele leiden unter einer schrecklichen Krankheit: der „Alles-geht-nicht-Krankheit“. Krankengeschichte: Die Betroffenen hörten von klein auf den Satz: „Du musst dich schon entscheiden – du kannst nicht alles haben.“ Dieser Satz fällt in die Kategorie: „Das Leben ist kein Wunschkonzert.“ Symptome: Sind die Betroffenen erwachsen, fühlen sie sich häufig resigniert. Entscheidungen fallen ihnen sehr schwer. Sie fühlen sich müde und ausgelaugt und denken oft: „Ach, hätt‘ ich doch.“ (Text & Bild: © Dunja Voos)
Von vornherein
Besonderes Kennzeichen dieser Erkrankung: Schon von vornherein gehen die Betroffenen davon aus, sich zwischen A und B entscheiden zu müssen. Es kommt ihnen gar nicht in den Sinn, vielleicht A und B gemeinsam haben zu können, also verfolgen sie diesen Gedanken erst gar nicht. Therapie: Sobald der Gedanke auftaucht: „Beides geht nicht“ sollte man in sich hineinhorchen und ernsthaft fragen: „Wirklich nicht?“ Abschluss der Behandlung bildet der bekannte Satz: „Wo kämen wir hin, wenn alle sagten: ‚Wo kämen wir hin‘, und keiner ginge, einmal zu schauen, wohin man käme, wenn man nur ginge.“
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